Sehenswürdigkeiten in
Kirchheimbolanden

DAS MÜSSEN SIE IN KIRCHHEIMBOLANDEN GESEHEN HABEN

Das Stadtgebiet war bereits vor fast 3000 Jahren Siedlungsland der Kelten. Im Lorscher Codex von 774 n. Chr. findet „Kirchheim by Bolanden“ seine erste urkundliche Erwähnung. Eine bewegte Stadtgeschichte über die Jahrhunderte erzählt von Kriegen und Pest, Intrigen und politischen Heiraten – sowie von kulturellen Höhepunkten wie Mozarts Konzert in der Paulskirche.

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Das mittelalterliche Kirchheimbolanden

Einen guten Eindruck des historischen Stadtbereiches kann man am Römerplatz gewinnen. Im Mittelalter war er dicht  mit Giebelhäusern bebaut. Die heutige Platzanlage enstand im Zuge der Szadtsanierung der 1980er Jahre, um einen zentralen Freiraum für Veranstaltungen und den Wochenmarkt zu schaffen. Die Stadtmauer hatte im Mittelatler eine Gesamtlänge von 850 Metern. Für ihren Bau waren etwa 10.000 Kubikmeter Mauersteine notwendig. Dazu kamen rund 1.000 Eichenstämme zur Errichtung des Wehrganges.

Der Materialeinsatz war also beträchtlich – und das alles zum Schutz von etwa 350 Einwohnern. In den frühen 1970er Jahren standen von der Mauer freilich nur noch ruinöse Reste. Die dann begonnene Stadtsanierung hat große teile des West- und Südabschnittes dann aber wieder hergestellt, um den Altstadtflait im Sinne des Wortes zu restaurieren. Nicht alle Türme der Stadtbefestigung sind noch erhalten. Ihren mittelalterlichen Charakter haben insbesondere zwei bewahrt: der Rote und der Graue Turm.

Der Rote Turm ist ein stadseitig offener Eckturm mit achtseitigem rot eingedecktem Spitzdach. Bis 1885 war die Stadtmauer hier noch geschlossen. Dass dann ein Durchbruch erfolgte, ermöglichte eine Anbindung der zu dieser Zeit begonnenen Schillerstraßen-Bebauung an die Innenstadt. Der im Grundriss rechteckige Graue Turm erfüllte im Westabschnitt der Stadtmauer eine wichtige Sicherungsfunktion. Inden frühen 1970er Jahren waren die ehemalige Befestigung hier zwar noch ersichtlich, aber verbaut und zum großen Teil ruinös. Die folgende Stadtsanierung stellte die 1431 als „rinkmuren“ bezeichnete Mauer jedoch nicht nur wieder her, sondern schuf beim Grauen Turm auch einen Aufgang zum restaurierten Wehrgang, so dass nun wieder eine Begehung der Anlage möglich wurde.

Ein weiterer zentraler Punkt im Altstadtbereich ist die Protestantische Peterskirche. Ihre ältesten teile sind die Untergeschosse des Turmes. Deren stadtseitige Außenmauer ist mit romtischen Rundbogen gegliedert, auf denen Schreckmasken zur Abweh des Bösen aufsitzen, ganz  wie am Ostchor dess Wormser Domes, so dass die Vermutung nahe liegt, dass hier Wormser Bauleute tätig waren. Ebenfalls ein Bau der Romantik, des 12. / 13. Jahrhundert also, ist das ein der Einsamkeit des Kirchheimbolander Waldes gelegene ehemaligePrämonstratenserstift Rothenkirchen. Es bestand bis 1554, Erhalten ist allein das Refektorium. Dass das refoktorium erhalten blieb, ist ein Glücksfall. Forschungsarbeiten in den 1929er Jahren stellte eine Säulenbasis frei. Heute ist das refektorium Teil eines Rhea-Zentrums für Pferde.

© Text: Klaus Kremb

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